Filmempfehlung: The Conversation (1974)
Gene Hackman spielt Harry Caul, den besten Mann in den gesamten USA, wenn es um den großen Lauschangriff geht. Harry arbeitet für Privatkunden und wurde damit beauftragt ein Pärchen abzuhören. Mehr vom Inhalt möchte ich nicht verraten.
Der Film ist unbedingt sehenswert, weil er die analoge Abhörtechnik der 70er Jahre detailliert darstellt, was nicht nur Technikinteressierte begeistern wird. Beim Betrachten der Szenen - dargestellt werden schließlich nur die technischen Möglichkeiten der 70er Jahre - beginnt man zu erahnen, was heute möglich sein könnte.
Zum anderen beleuchtet der Film das moralische Dilemma, in dem sich die Schnüffler ("Bugger") befinden. Auch die Überwacher können zu Überwachten werden und die immer weitere Aufrüstung der Überwachungstechnik kann nur Verlierer produzieren.
Was ich Francis Ford Coppola, verantwortlich für Drehbuch, Regie und Produktion, anlasten muss, ist die Darstellung der Frauen. Der Film dreht sich maßgeblich um die Hauptfigur, aber auch alle anderen handelnden Figuren sind, bis auf eine Ausnahme, ausschließlich Männer. Frauen werden eindeutig zu Lustobjekten und Marionetten degradiert, die im Auftrag anderer handeln, d.h. objektiviert. Zu diesem Thema möchte ich gleichzeitig die sensationelle Dokumentation "Brainwashed" von Nina Menkes empfehlen (noch bis zum 3. April 2026 zu sehen bei arte).
Fazit: Unbedingt ansehen und gleichzeitig das Auge für Sexismus im Film schulen.